Learning English
Die folgenden Tipps sind vor allem hilfreich, wenn es um den Aufbau von Wortschatz geht. Sie machen das Lernen strukturierter und damit effizienter.
Thematischer Wortschatz
Wörter und Ausdrücke lassen sich besser in einem thematischen Zusammenhang lernen. Um gezielt und schnell Wortschatz aufzubauen, eignet sich gut ein thematischer Grund- und Aufbauwortschatz. Diese Bücher präsentieren sowohl den Grund- als auch den Aufbauwortschatz in Themengebiete gegliedert. Oft gibt es dazu auch Trainingsbücher, die das Lernen kurzweiliger machen.
Wortfamilien lernen
Anstatt Wörter einzeln zu lernen, bietet es sich an, Wortfamilien aus den zu einem Wortstamm gehörenden Wörtern zu bilden - Substantiv, Verb, Adjektiv, ggf. Adverb - und gemeinsam zu lernen. Schließlich unterscheiden sie sich nur bei den Nachsilben, mit denen sie gebildet werden.
Beim Adjektiv sollte man darauf achten, nicht nur das aus der Partizipform des Verbs gebildete zu lernen, sondern auch das 'echte' Adjektiv. Da das Adverb ja meist durch anhängen von '-ly' an das Adjektiv gebildet wird, genügt es hier, die Ausnahmen ausdrücklich zu lernen.
- Beispiel:
- Substantiv: justification (Rechtfertigung), justice (Gerechtigkeit; Justiz), justness (Gerechtigkeit)
- Verb: to justify (rechtfertigen)
- Adjektiv: just (gerecht), justifiable (berechtigt), justified (gerechtfertigt)
Synonyme und Antonyme
Eine weitere sinnvolle Art des Vokabellernens, die Struktur in den Wortschatz bringt, besteht darin, Gruppen von Synonymen (gleichbedeutende Wörter) und Antonymen (Wörter mit gegenteiliger Bedeutung) zu bilden.
- Beispiel:
- Synonyme: to own - to possess, to get - to receive - to obtain
- Antonyme: good - bad, right - wrong
Unregelmäßige Verben gruppieren
Auch das Büffeln von unregelmäßigen Verben kann man sich leichter machen, indem man Struktur reinbringt. Diese lassen sich nämlich in Gruppen von gleichartig gebildeten Formen einteilen. So eine Einteilung befindet sich hinter dem entsprechenden Link im rechten Menü.
False Friends u. Co.
Es gibt in vielen Lehrbüchern Kapitel - ja sogar komplette Bücher - in denen typische (oder auch untypische) Fehlübersetzungen von Wörtern oder falsch wiedergegebene feststehende Ausdrücke (sog. idioms) thematisiert werden.
Meiner Ansicht nach sollte man so etwas strikt meiden. Es ist kontraproduktiv, gezeigt zu bekommen, wie man es nicht machen soll, was ein Begriff nicht bedeutet bzw. wie ein Ausdruck nicht lautet. Zu leicht setzt sich so eine falsche Übersetzung oder so ein falscher Ausdruck im Kopf fest und muss dann mit dem Label 'falsch' versehen mit sich herumgetragen werden.
Der Trick besteht darin, es von Anfang an richtig zu lernen und sich bewusst zu sein, dass ein gleich aussehendes fremdsprachiges Wort eine ganz andere Bedeutung haben kann, als in der Muttersprache.
Lesen, lesen, lesen
Man kann den Lerneffekt von regelmäßigem Lesen kaum überschätzen. Es trainiert nicht nur den passiven Wortschatz, sondern erweitert auch den aktiven Wortschatz. Begriffe, die einem beim Lesen immer wieder begegnen, bleiben allmählich hängen. Aber auch typische Satzstrukturen prägen sich ein.
Gerade für Englischlernende gibt es - neben Originalliteratur aus dem englischsprachigen Raum - eine gute Auswahl von Sprachzeitungen und -magazinen, die für verschiedene Sprachniveaus taugen. Ein empfehlenswertes Beispiel ist 'Spotlight' (siehe rechtes Menü).